Wir brennen Raku zu besonderen Anlässen im Laufe des Jahres. Daher variiert das Angebot, und jeder Brand ergibt eine begrenzte Anzahl einzigartiger Objekte.
Feuer - Luft - Wasser - Lehm
Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Rakubrand, und es ist jedes Mal wieder genauso aufregend. Hier treffen alle Elemente aufeinander – Feuer, Luft, Wasser und Ton in ein und demselben Prozess.
Raku ist eine alte japanische Keramikmethode. Mit speziellen Glasuren, schnellem Brand und anschließender Reduktion entstehen die charakteristischen Effekte: Risse, Farbnuancen, metallischer Glanz und das typische schwarze Scherbenbild.
Nachdem die Glasur getrocknet ist, werden die Objekte in den Gasofen im Freien gestellt und schnell auf etwa 900 Grad gebrannt. Anschließend wird das glühende Gut herausgehoben und in mit Sägemehl gefüllte Tonnen gelegt.
Dann geschieht es. Das Sägemehl fängt Feuer, der Sauerstoff wird verbraucht und eine Reduktion entsteht – hier werden die einzigartigen Effekte erzeugt.
Raku hat seine Wurzeln im Japan des 16. Jahrhunderts. Der Tradition nach kam der Keramiker Chojirō (長次郎) aus Korea und begann, auf der Burg des Shoguns zu arbeiten. Sein erstes erhaltenes Werk ist eine glasierte Löwenfigur aus dem Jahr 1574, und einige Jahre später wurden die ersten Rakuschalen geschaffen.
Zu dieser Zeit wurde bei Teezeremonien hauptsächlich teures importiertes Porzellan verwendet. Der Teemeister Sen no Rikyū wollte stattdessen das Einfache und Zugängliche hervorheben. Er suchte nach Utensilien, die jeder besitzen konnte.
Eine einfache Schale, ein sauberes Stück Stoff und gutes Wasser – mehr war eigentlich nicht nötig.
Rakugods hat auch heute noch oft Züge der orientalischen Formensprache bewahrt, selbst in Europa und den USA.